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Diabetes-Beratung

Richtige Ernährung bei Diabetes.

Ganz allgemein gilt heute: Die moderne Diabeteskost folgt im Prinzip den Regeln einer gesunden Ernährung, die auch für Nichtdiabetiker gilt. Aber was heißt das ganz konkret? Essen und trinken spielen im Alltag des Menschen eine große Rolle. Beim Diabetiker stellt die richtige Ernährung zusätzlich eine wichtige Behandlungsmaßnahme dar.

In vielen Fällen führt eine Ernährungsumstellung und - wenn notwendig - eine Gewichtsabnahme zu einer deutlichen Verbesserung der Blutzuckereinstellung! Frisches Obst, Gemüse und Salate, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Reis, Nudeln oder fettarme Milchprodukte sind die Grundlagen einer richtigen Ernährung für Diabetiker.

Fett

Fakt ist: die meisten Mitteleuropäer nehmen zuviel Fett mit ihrer Nahrung auf! Wer als Diabetiker unter Übergewicht leidet, sollte versuchen, sein Gewicht zu reduzieren. Bereits das Abnehmen von wenigen Kilogramm führt oft zu einer deutlichen Verbesserung der Blutzuckereinstellung. Wichtig zu wissen: ein hoher Fettanteil in der Nahrung verzögert die Aufnahme von Kohlenhydraten.

Fett ist nicht gleich Fett

Außerdem wichtig: die Auswahl der richtigen Fette! Pflanzliche Fette mit einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren bieten den Gefäßen Schutz vor Arteriosklerose und sind günstiger als tierisches Fett. Eine sinnvolle Diabetes-Ernährung besteht daher in der konsequenten Reduktion von gesättigten Fettsäuren in der Nahrung.

+ Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind z. B. im Sonnenblumen-, Distel-, Weizenkeim-, Soja- und Maiskeimöl enthalten.

+ Oliven- und Rapsöl haben einen hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren. + Fette tierischer Herkunft wie Schweinefett, Speck, Milchfett und Butter sowie das pflanzliche Kokosfett sind so genannte gehärtete Fett und enthalten gesättigte Fettsäuren. Diese Fettsäuren sind ungünstig, da sie die Fettwerte negativ beeinflussen und somit ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen darstellen.

Eiweiß

Wie beim Fettverzehr ist auch die mittlere Eiweißaufnahme in den mitteleuropäischen Ländern zu hoch. Eine hohe Eiweißaufnahme belastet jedoch die Niere des Diabetikers. Wichtig ist deshalb für alle Betroffenen, die unter Nierenproblemen leiden: sie müssen auf ihren Eiweißanteil in der Nahrung achten. Bei Diabetikern mit einer Mikroalbuminurie oder fortgeschrittener Nephropathie sollte die Eiweißaufnahme im unteren Bereich der empfohlenen Werte liegen.

Kohlenhydrate

Obwohl nur Kohlenhydrate den Blutzuckerspiegel beeinflussen, sollte der Anteil der Kohlenhydrate in der Nahrung für alle Menschen – auch für Diabetiker - mehr als die Hälfte betragen. Besonders empfehlenswert sind Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst und Getreideprodukte, da sie stark sättigend wirken und reich an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen sind! Vor allem Diabetiker, die Insulin spritzen, müssen ihre Kohlenhydrate berechnen. Hierfür gibt es eine Hilfsgröße: 1 Brot-Einheit (BE, KH, KHE) bedeutet immer: 10–12 g Kohlenhydrate. BE-Austauschtabellen erleichtern die Wahl der richtigen BE-Mengen. Ballaststoffe sind für Diabetiker besonders geeignet, da sie satt machen und nur langsam im Blut anfluten. Wenn möglich, sollten Nahrungsmittel mit niedrigem glykämischen Index (z.B. Hülsenfrüchte, Hafer, Nudeln) an Stelle von Lebensmitteln mit hohem glykämischen Index verzehrt werden. Definition: Der Glykämische Index (GI) beschreibt die sofortige Wirkung der Lebensmittel auf den Blutzuckerverlauf. Der schnelle Anstieg des Blutzuckers durch Traubenzucker (GI=100) auf den Blutzucker wird als Vergleichswert für die Wirkung anderer Lebensmittel herangezogen.

Alkohol

Vorsichtsmaßnahmen wie sie für die Allgemeinbevölkerung Gültigkeit haben, gelten besonders auch für Menschen mit Diabetes. Gegen ein Gläschen Wein oder Bier ist auch bei einem Diabetiker nichts einzuwenden.

Diabetiker, die mit Insulin oder insulinotropen Medikamenten behandelt werden, sollten Alkohol am besten nur zusammen mit einem kohlenhydrathaltigen Imbiss konsumieren. Der Grund: Nach Alkoholgenuss wird die Gluconeogenese ( Neusynthese von Traubenzucker in der Leber) gehemmt, der Blutzuckerspiegel sinkt ab. Eine Unterzuckerung ist sogar am nächsten Vormittag noch möglich.

Achtung: Alkohol hat einen hohen Energiewert (1 g = 7,1 Kcal) und somit einen hohen Kalorienanteil. Alkoholkonsum hemmt außerdem den Fettabbau in der Leber, so dass sich die Kalorien festsetzen können.

Spezielle Diabetiker-Diät

Spezielle Diätprodukte sind unnötig, da sie teilweise große Fett- und Energiemengen enthalten und oft teurer als reguläre Produkte sind. Für die Empfehlung zum Verzehr spezieller Diabetikerprodukte oder Diätprodukte finden sich deshalb keine Begründungen. Besser als Zuckeraustauschstoffe (Fruchtzucker, Sorbit) ist die Verwendung von Süßstoffen für Diabetiker. Zuckeraustauschstoffe haben sogar Nachteile, da sie - in großen Mengen verzehrt - abführend und blähend wirken.

Fazit

Abwechslungsreiche Vollwertkost.

Übergewicht mit fett- und kalorienarmer Kost abbauen (Energieaufnahme reduzieren - täglich mindestens 500 Kilokalorien - und Energieverbrauch steigern).

Die Hälfte des Energiebedarfs über Kohlenhydrate - vorzugsweise Ballaststoffe - abdecken.

Alkohol in Maßen - Gefahr von Hypoglykämien!

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr - mindestens 1,5 Liter am Tag.

Spezielle Diätprodukte sind nicht notwendig. Diese enthalten zwar kein Zucker, aber dafür oft sehr viele Kalorien!

Zusätzlich

Körperliche Aktivität hat positive Auswirkungen auf den Diabetes. Diabetiker sollten deshalb - möglichst jeden Tag - etwa eine halbe Stunde eine moderate körperliche Aktivität ausüben. Das Ausmaß der Bewegung sollte vom Alter und dem Grad der Fitness abhängen.

Verzicht auf das Rauchen.

Grundsätzlich gilt jedoch: Die Ernährung muss sich an den Bedürfnissen eines jeden Diabetikers orientieren und individuell angepasst werden.

Quelle: www.gesundheit.de

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